Häufige Fragen zur seriellen Sanierung
Als Wohnungsunternehmen haben Sie Fragen — wir haben die Antworten. Alles Wichtige zu Ablauf, Kosten, Förderung und Eignung.
Grundlagen & Überblick
Was ist serielle Sanierung?
Serielle Sanierung ist ein standardisierter, wiederholbarer Sanierungsprozess, bei dem mehrere Wohngebäude mit ein und derselben Baufirma und denselben Sanierungsstandards renoviert werden. Dadurch entstehen Kostenersparnisse durch Lerneffekte, Mengenrabatte und optimierte Abläufe — typischerweise 20–30% Ersparnis gegenüber konventionellen Einzelsanierungen.
Das Ziel ist es, Energieeffizienzstandards (z. B. Effizienzhaus 70 oder 55) zu erreichen und gleichzeitig Kosten und Bauzeit zu senken.
Wie unterscheidet sich SerSan von einem normalen Energieberater?
Ein klassischer Energieberater erstellt Gutachten und Förderanträge — das ist der erste Schritt. SerSan geht weiter: Wir bewerten die Sanierbarkeit in Minutenschnelle (Schnellcheck), identifizieren die beste Baufirma für Ihren spezifischen Gebäudetyp und begleiten die Ausführung.
Wir ergänzen Ihren Energieberater und arbeiten gerne zusammen — wir ersetzen ihn nicht.
Ist serielle Sanierung nur etwas für Großkonzerne?
Nein. Serielle Sanierung funktioniert ab 20–30 Wohneinheiten pro Gebäude oder 100+ WE im Gesamtbestand. Kleinere Wohnungsunternehmen und Genossenschaften profitieren oft am meisten, weil sie sonst zu viel für einzelne Energietermine zahlen.
Bereits bei 2–3 Gebäuden im Portfolio lohnt sich der Austausch mit uns.
Schnellcheck & Prozess
Wie läuft der Schnellcheck ab?
Der Schnellcheck ist ein kostenloses, unverbindliches Screening in maximal 2–3 Wochen:
- Telefonat (~30 Min): Wir stellen 10 Fragen zu Ihrem Gebäudebestand (Baujahr, Anzahl WE, Fassade, Heizung, Denkmalschutz, etc.)
- Ampel-Rating (Grün/Gelb/Rot): Wir bewerten, ob Ihr Bestand für serielle Sanierung geeignet ist
- Handlungsempfehlungen: Falls Grün/Gelb, erhalten Sie konkrete nächste Schritte und Angebote von Sanierungspartnern
- Dokumentation: Alles wird schriftlich festgehalten
Zeitaufwand für Sie: ein Gespräch. Kosten: null. Bindung: keine.
Was bedeuten die Ampelfarben im Schnellcheck?
- 🟢 GRÜN: Ihr Bestand erfüllt die Kernkriterien (Baujahr 1950–1990, >20 WE, keine/minimale Denkmalschutz-Konflikte, sanierbare Fassade). Serielle Sanierung ist sehr sinnvoll.
- 🟡 GELB: Ein bis zwei Kriterien sind kritisch oder unklar. Wir empfehlen eine Detailbewertung, um Kosten und Machbarkeit zu klären. Oft ist es trotzdem möglich.
- 🔴 ROT: Denkmalschutz, <10 WE, Spezialgebäude oder aufwändige Fassaden machen serielle Sanierung unwirtschaftlich. Wir empfehlen konventionelle Einzellösungen.
Zahle ich für den Schnellcheck?
Nein. Der Schnellcheck ist völlig kostenlos und unverbindlich. Sie gehen keine Verpflichtung ein.
Welche Informationen benötigt ihr für einen Schnellcheck?
Idealerweise haben Sie zur Hand:
- Baujahr und Anzahl der Wohneinheiten
- Aktuelle Heizungsart
- Informationen zur Fassade (Putz, Klinker, Waschbeton, etc.)
- Angaben zu Leerstand und geplanten Modernisierungen
- Grundrisse oder Fotos (optional, aber hilfreich)
Alles weitere klären wir im Gespräch — Sie müssen nichts vorab recherchieren.
Förderung & Kosten
Welche Förderungen gibt es für serielle Sanierung?
Die Hauptförderung ist die BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude) der KfW:
- Effizienzhaus 70: bis zu 30% Zuschuss + Tilgungszuschuss
- Effizienzhaus 55: bis zu 35% Zuschuss + Tilgungszuschuss
Zusätzlich gibt es den SerSan-Bonus (KfW): weitere 5% auf den Zuschuss, wenn Sie nachweisen, dass Sie nach Standardisierung arbeiten — diesen Nachweis liefern wir.
Was kostet eine serielle Sanierung pro m²?
Durchschnittlich: 600–1.200 €/m² Bruttogeschossfläche, abhängig von:
- Bauzustand (Dach, Fenster, Heizung, Elektrik)
- Effizienzstandard (55 vs. 70)
- Region und Baustoffpreisen
Mit Förderung liegt Ihre Eigenquote bei 40–65% der Sanierungskosten. Im Schnellcheck erhalten Sie eine erste grobe Kostenschätzung.
Gibt es Förderung für Planung und Energieberatung?
Ja. Es gibt Planungsförderung (z. B. für Energieberater, Architekt, Ingenieur) unter KfW-Programm 431/432. Typisch: 50–80% der Planungskosten werden gefördert (maximal 30.000 € pro Gebäude). SerSan unterstützt Sie beim Antrag.
Gebäude & Bestand
Welche Gebäudetypen eignen sich für serielle Sanierung?
Besonders geeignet:
- Zeilenbauten (Post-WWII-Klassiker, Baujahr 1950–1980)
- Punkthochhäuser (Plattenbau und konventionell, Baujahr 1960–1985)
- Gründerzeitblöcke (ohne Denkmalschutz)
Nicht geeignet:
- Denkmalgeschützte Gebäude (keine Kostenersparnis durch Standardisierung)
- Spezialgebäude (Industriebrachen, Gewerbeimmobilien)
- Gebäude mit weniger als 10 WE
Was ist mit denkmalgeschützten Gebäuden?
Denkmalschutz ist meist ein K.O.-Kriterium für serielle Sanierung, weil Sichtfassaden oft nicht verändert werden dürfen und der Genehmigungsprozess Standardisierung erschwert.
Ausnahme: rückseitige Fassaden oder moderner Denkmalschutz (Erhalt der Silhouette, nicht des Details) — hier lohnt sich ein Schnellcheck.
Können auch Häuser von vor 1950 saniert werden?
Ja, aber mit Einschränkungen. Gebäude von vor 1920 haben oft Spezialprobleme (Holzbalkendecken, Feuchte), die das Standardisierungskonzept erschweren. Ein Schnellcheck zeigt, ob es trotzdem sinnvoll ist. Oft empfehlen wir hier einen Hybrid-Ansatz mit Energieberater.
Ablauf & Timing
Wie lange dauert eine serielle Sanierung?
- Planung & Vorbereitung: 3–6 Monate
- Sanierung pro Gebäude: 3–6 Monate (bei standardisierten Verfahren deutlich schneller als konventionell)
- Gesamtprogramm (3–5 Gebäude): 12–24 Monate
Konventionelle Sanierung: oft 6–12 Monate pro Gebäude + längere Planungsphase. SerSan spart hier regelmäßig 3–6 Monate ein.
Was passiert mit den Mietern während der Sanierung?
Das klären wir individuell mit Ihnen. Optionen:
- Sanierung bei Leerstand (ideal für serielle Sanierung)
- Sanierung mit befristeter Anmietung (Mieter zieht temporär um)
- Sanierung mit Mieter im Haus (mit Erschwerniszuschlag)
Rechtzeitige Planung ist wichtig — deshalb ist Kontakt 12–18 Monate vor Baustart ideal.
Können wir auch teilweise sanieren (nur Fassade oder nur Heizung)?
Ja, aber dann ist es keine serielle Sanierung im engeren Sinne. Für BEG-Förderung gilt: Sie müssen mindestens die Anforderung Effizienzhaus 70 erreichen — das bedeutet oft Fassade + Heizung + Lüftung zusammen. Ein Schnellcheck zeigt, welche Variante für Ihren Bestand sinnvoll ist.
Häufige Einwände
„Wir haben kein Budget für Sanierung."
Vier Punkte dazu:
- Der Schnellcheck ist kostenlos — keine Verpflichtung
- BEG-Förderung deckt 30–35%, teilweise mehr
- Serielle Sanierung reduziert Kosten um 20–30% gegenüber konventionell
- Sie können Phase-weise sanieren — erst 1–2 Gebäude, dann mehr
Oft ist Sanierung günstiger als gedacht. Ein Schnellcheck hilft, die tatsächlichen Kosten zu sehen.
„Wir haben schon einen Energieberater."
Das ist gut! Typische Arbeitsteilung:
- Energieberater: KfW-Anforderungen definieren, Förderantrag, Energiebilanz
- SerSan: Gebäudebewertung, Baufirmen-Matching, Kostenoptimierung, Baubegleitung
Wir ergänzen, wir ersetzen nicht.
„Sanierung dauert zu lange."
Konventionell: ja, oft 6–12 Monate pro Gebäude + lange Planung. SerSan reduziert das auf 3–6 Wochen Planung + 3–6 Monate Ausführung pro Gebäude durch Standardisierung. Bei einem Programm von 5 Gebäuden sparen Sie typischerweise 4–6 Monate insgesamt.
Geschäftliches & Partnerschaft
Gibt es Exklusivität oder vertragliche Bindungen?
Nein. Nach dem Schnellcheck können Sie frei wählen: eine unserer Empfehlungen nehmen, einen anderen Partner suchen oder das Projekt verschieben. Wir haben kein Interesse an Zwangsbindung — unser Erfolg hängt davon ab, dass wir die beste Lösung für Ihr Projekt finden.
Wie steht es mit Haftung und Gewährleistung?
Die Sanierungsarbeiten werden von der Baufirma durchgeführt und unterliegen der Standard-BGB-Gewährleistung (5 Jahre für Baumängel). SerSan begleitet die Qualitätskontrolle, trägt aber nicht die Haftung der ausführenden Firma. Wir empfehlen eine Bauüberwachung durch einen unabhängigen Fachplaner.
Welche Baufirmen arbeiten mit SerSan zusammen?
Wir arbeiten mit etablierten, regional tätigen Baufirmen zusammen, die:
- Mindestens 20 Jahre Erfahrung in der Sanierung haben
- Mehrere Referenzen für serielle/standardisierte Projekte nachweisen
- Transparente Abrechnung bieten
Nach Ihrem Schnellcheck stellen wir bis zu 3 Partner vor. Sie wählen.
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